Grado SR80 am Chord Mojo 2: was 650 Dollar wirklich kaufen, wenn 2,1 V schon reichten
Der SR80 braucht 0,776 V. Mojo 2 nennt 5,2 V an 300 Ohm und 4,24 V an 30 Ohm — 126,5 oder 124,7 dB, je nach geltendem Punkt. Keine der Zahlen ist der Kaufgrund: Die Ausgangsimpedanz von 0,06 Ohm ergibt ein Dämpfungsverhältnis von 633, wo die Regel 8 verlangt.
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Aufnahme-Konfiguration
BESTANDEN: ausgewogene Signalkette
Benötigt mindestens +60dB saubere Verstärkung. Budget-Schnittstellen benötigen einen Inline-Vorverstärker.
Der Vorverstärker des Interfaces bietet genug Reserve.
$538
$405
-25%Klangliche und akustische Eigenschaften: Flacher, breiter Frequenzgang für saubere Musik und Sprache. Warmer, natürlicher Klang.
Technischer Hinweis: Kann anspruchsvolle Mikrofone wie das SM7B nativ antreiben.
Verkabelung und Anschlüsse
Shure SM7B
Direct Cable Connection (No Intermediate Box)
1x Shielded Balanced XLR Cable (3-Pin XLR Male to XLR Female)
Focusrite Scarlett Solo (Gen 4)
Host: Apple MacBook Pro (M1/M2/M3/M4)
Ein offener Kopfhörer für 175 Dollar, der 15,85 mW braucht, an einem portablen DAC für 650 Dollar. Die Pegelfrage war schon zweihundert Dollar früher erledigt; die interessante Zahl liegt woanders.
Der SR80 hat 38 Ohm bei klar beschrifteten 98 dB/mW — 112,20 dB/V — und braucht 0,776 V für eine Spitze von 110 dB. Chord nennt für den Mojo 2 5,2 V RMS an 300 Ohm, was den SR80 auf 126,5 dB SPL bringt, +16,5 dB. Das ist mehr Reserve, als irgendeine Hörsituation nutzen kann, und ein schlichter Dongle der DragonFly-Klasse mit 2,1 V lieferte bereits +8,6 dB.
Die Perle: Chord veröffentlicht zwei Betriebspunkte, und zusammen zeigen sie, dass „maximaler Ausgang“ keine einzelne Zahl ist. In der Spezifikationszeile stehen 600 mW an 30 Ohm (4,2 V RMS) und 90 mW an 300 Ohm (5,2 V RMS). Die höhere Spannung erscheint an der höheren Impedanz — was verkehrt aussieht, bis man sieht, was jeweils begrenzt: An 30 Ohm geht dem Verstärker der Strom aus, an 300 Ohm die Spannung. Für eine 38-Ohm-Last ist der 30-Ohm-Wert der maßgebliche, die ehrliche Lesart lautet also 4,24 V und 124,7 dB, +14,7 dB. Jede einzeilige „max output“-Angabe auf einer beliebigen anderen Produktseite verschweigt, welche der beiden Ihnen verkauft wird.
Was das Geld kauft, in einer Zahl: 0,06 Ohm. Gegen die 38 Ohm des SR80 ist das ein Dämpfungsverhältnis von 633, wo die 1/8-Regel 8 verlangt — Faktor 79 Reserve. Es lohnt sich, das neben die veröffentlichten <50 Ohm des Audient EVO 8 zu stellen, wo derselbe Kopfhörer bei einem Verhältnis von 0,8 landet und der Teiler mehrere Dezibel frisst. Die Ausgangsimpedanz trennt diese beiden Geräte; die Volt nicht.
Der Rest der Kette. Das iPhone 16 Pro verbindet über USB-C, und der Mojo 2 läuft am eigenen Akku: Der 4,5-W-Port des Telefons führt nur Daten, der Pegel oben hängt nicht vom Gerät ab. Der 3,5-mm-Stecker des SR80 geht direkt hinein. Ein Vorbehalt auf Kopfhörerseite: Grados Shop-Seite führt dieses Modell als SR80 mit 20 Hz–20 kHz, was nicht zum SR80x-Datenblatt passt — die Zahlen hier stammen von der zitierten Seite, prüfen Sie also Ihre eigene Schachtel.