AudioChainsDB
WIEDERGABEKETTE

Braucht der ATH-M50x einen Kopfhörerverstärker? Universal Audio Volt 2 in Zahlen

Der M50x braucht 0,692 V und 12,59 mW für eine Spitze von 110 dB. Die Volt 2 liefert 2,68 V, also 121,8 dB — 11,8 dB über dem Ziel. Selbst der schwächste Kopfhörerausgang dieser Charge lässt noch 7,5 dB. Die Antwort ist nein, und hier ist die Rechnung.

Geräte dieses Setups:universal-audio-volt-2

Signalketten-Rechner

Geräte und Parameter wählen — Verstärkung, Impedanz und Pegel werden sofort berechnet.

Aufnahme-Konfiguration

85 dB SPL

BESTANDEN: ausgewogene Signalkette

Benötigt mindestens +60dB saubere Verstärkung. Budget-Schnittstellen benötigen einen Inline-Vorverstärker.

Benötigte Verstärkung
+57 dBMaximum des Interfaces: +69 dB
Inline-Booster
Direktverbindung genügt

Der Vorverstärker des Interfaces bietet genug Reserve.

Budget der Kette (neu und gebraucht)
2026
Neupreis gesamt (UVP)

$538

Gebrauchtmarkt-Schätzung

$405

-25%
Mögliche Ersparnis gebraucht:~$133 (25%)
Kommentar des Toningenieurs

Klangliche und akustische Eigenschaften: Flacher, breiter Frequenzgang für saubere Musik und Sprache. Warmer, natürlicher Klang.

Technischer Hinweis: Kann anspruchsvolle Mikrofone wie das SM7B nativ antreiben.

Verkabelung und Anschlüsse

Input Chain (XLR / USB)
Stage 1: Input Source

Shure SM7B

Output Port:XLR / 1/4" TS
Stage 2: Intermediate Gear

Direct Cable Connection (No Intermediate Box)

1x Shielded Balanced XLR Cable (3-Pin XLR Male to XLR Female)

Phantom Power:+48V Ready
Stage 3: Interface / Host

Focusrite Scarlett Solo (Gen 4)

Host: Apple MacBook Pro (M1/M2/M3/M4)

Input Terminal:Combo XLR / 1/4" TRS
Die Werte stammen aus den Daten der gewählten Geräte.

38 Ohm, 99 dB/mW, also 113,20 dB/V. Eine Spitze von 110 dB verlangt 0,692 V, 18,20 mA und 12,59 mW. Das ist die ganze Frage.

Universal Audio gibt für den Kopfhörerausgang der Volt 2 12 mW an 600 Ohm an, also 2,68 V. Gegen 0,692 V ergibt das 121,8 dB SPL — 11,8 dB über dem Ziel; der Lautstärkeregler steht also bei etwa einem Viertel. Der Vergleich, der die Sache erledigt: Der schwächste Kopfhörerausgang dieser Charge, die Focusrite Vocaster Two mit 1,64 V, bringt den M50x immer noch auf 117,5 dB, 7,5 dB Reserve. Und der stärkste, ein Topping DX3 Pro+ mit 7,6 V, erreicht 130,8 dB — 9 dB mehr als die Volt 2, auf einem Pegel, den niemand hört. Genau diese 9 dB kauft hier ein Verstärker-Upgrade: nichts Verwendbares.

Die Perle: woher der schlechte Rat kommt. Audio-Technicas englische Seite druckt die Empfindlichkeit als „99 dB“ ohne Einheit. Das japanische Datenblatt druckt 出力音圧レベル 99 dB/mW — pro Milliwatt. Liest man die nackte 99 als dB/V, scheint der M50x 3,548 V statt 0,692 V zu brauchen, Faktor 5,1. Schickt man diese Fehllesung durch dieselbe Rechnung, kommt die Volt 2 auf −2,4 dB, die Vocaster Two auf −6,7 dB, und nur ein Desktop-Verstärker wie der DX3 Pro+ besteht mit +6,6 dB. Genau diese Form hat der Rat in Forenthreads — und er ist ein Einheitenfehler, keine Beobachtung.

Das eigentliche Risiko dieses Kopfhörers ist das Gegenteil eines Leistungsproblems. Bei 113,20 dB/V wird jedes Mikrovolt Rauschen der Ausgangsstufe von derselben Empfindlichkeit verstärkt, die den M50x leicht ansteuerbar macht. Wer am M50x Rauschen hört, macht es mit einem stärkeren Verstärker schlimmer, nicht besser; es hilft eine leisere Ausgangsstufe — eine andere Spezifikation und meist ein anderer Kauf.

Was sich nicht prüfen lässt. Universal Audio veröffentlicht die Ausgangsimpedanz der Volt-2-Kopfhörerbuchse nicht. Die 1/8-Regel will unter 4,75 Ohm für einen 38-Ohm-Kopfhörer, und es gibt keine Zahl zum Vergleich. Ebenfalls offen gesagt: Die 2,68 V sind aus einem einzigen veröffentlichten Betriebspunkt abgeleitet, 12 mW an 600 Ohm. Ob diese Spannung auch an 38 Ohm steht, ist nicht veröffentlicht — bei 11,8 dB Reserve müsste der Einbruch allerdings sehr groß sein, um das Urteil zu drehen.