DT 770 Pro 32 Ohm am Audient EVO 8: die 1/8-Regel, endlich mit Zahlen auf beiden Seiten
Audient nennt <50 Ohm Ausgangsimpedanz. Gegen einen 32-Ohm-Hörer ist das ein Verhältnis von 0,6, wo die Regel 8 verlangt, und der Teiler kostet 8,1 dB Pegel. Keine DT-770-Version kommt hier sauber heraus: 32 und 80 Ohm melden Dämpfungsrisiko, 250 Ohm fehlen 1,7 dB.
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Der Vorverstärker des Interfaces bietet genug Reserve.
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-25%Klangliche und akustische Eigenschaften: Flacher, breiter Frequenzgang für saubere Musik und Sprache. Warmer, natürlicher Klang.
Technischer Hinweis: Kann anspruchsvolle Mikrofone wie das SM7B nativ antreiben.
Verkabelung und Anschlüsse
Shure SM7B
Direct Cable Connection (No Intermediate Box)
1x Shielded Balanced XLR Cable (3-Pin XLR Male to XLR Female)
Focusrite Scarlett Solo (Gen 4)
Host: Apple MacBook Pro (M1/M2/M3/M4)
Der Großteil dieses Katalogs muss „Ausgangsimpedanz nicht veröffentlicht“ sagen. Audient veröffentlicht sie: <50 Ohm. Also lässt sich die Regel ausnahmsweise anwenden statt zitieren.
Der Kopfhörerausgang des EVO 8 ist mit +10,1 dBu an 600 Ohm angegeben, also 2,48 V. Der DT 770 Pro 32 Ohm braucht 0,897 V für eine Spitze von 110 dB — das sieht nach viel Reserve aus. Ist es nicht, denn eine 50-Ohm-Quelle und eine 32-Ohm-Last bilden einen Spannungsteiler: 32/(32+50) = 0,390, es kommen also nur 0,968 V an. Ergebnis: 110,7 dB SPL, +0,7 dB Reserve, Dämpfungsverhältnis 0,6, wo die Regel 8 will. Urteil: Dämpfungsrisiko.
Der Teiler kostet 8,1 dB. Mit einer idealen 0-Ohm-Quelle ergäben dieselben 2,48 V 118,8 dB. Das ist die Zahl zum Mitnehmen: Die Ausgangsimpedanz ist keine Fußnote zum Klang, sie ist auch zum großen Teil ein Lautstärkeregler. Und sie nimmt dem Kopfhörer mit der niedrigsten Impedanz am meisten — das Gegenteil der üblichen Intuition, niedrige Impedanz sei die leichte Last.
Die Perle: An diesem Interface löst keine DT-770-Version das Problem. Bei 80 Ohm ändert sich der Pegel kaum (110,6 dB, +0,6), das Verhältnis erreicht nur 1,6. Bei 250 Ohm kostet der Teiler nur noch 1,6 dB — dafür ist der Spannungsbedarf auf 2,506 V gestiegen und der Ausgang bleibt 1,7 dB unter dem Ziel, Urteil zu leise. Das Dämpfungsproblem wird mit steigender Impedanz besser, das Pegelproblem schlechter, und an einem 2,48-V-Ausgang kreuzen sie sich dort, wo keines gelöst ist. Das ist eine Eigenschaft der Quelle, nicht des Kopfhörers, und kein Versionswechsel behebt es.
Zwei ehrliche Vorbehalte. Audients Angabe lautet „<50 Ohm“, eine Obergrenze; das reale Gerät kann darunter liegen, dann werden beide Zahlen besser. Prüfbar ist die Grenze, also nehmen wir die Grenze. Und die 2,48 V sind an 600 Ohm spezifiziert — neben 50 Ohm praktisch Leerlauf — und genau das ist die Bedingung, unter der die obige Teilerrechnung gilt. Wer ein EVO 8 hat und den DT 770 daran will, löst das mit einem separaten Kopfhörerverstärker an den Line-Ausgängen, nicht mit einer anderen Impedanzversion.