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WIEDERGABEKETTE

DALI Oberon 1 am Marantz Cinema 70s: das grüne Urteil beruht auf einer Zahl, die DALI nie veröffentlicht hat

DALI veröffentlicht 6 Ω nominal und gar kein Minimum. Die Rechnung setzt 4,8 Ω ein — 80 % des Nennwerts — und erst dann heißt es sicher. Pegel: 50 W und 84,75 dB pro Watt ergeben 93,8 dB auf 2,5 m.

Signalketten-Rechner

Geräte und Parameter wählen — Verstärkung, Impedanz und Pegel werden sofort berechnet.

Aufnahme-Konfiguration

85 dB SPL

BESTANDEN: ausgewogene Signalkette

Benötigt mindestens +60dB saubere Verstärkung. Budget-Schnittstellen benötigen einen Inline-Vorverstärker.

Benötigte Verstärkung
+57 dBMaximum des Interfaces: +69 dB
Inline-Booster
Direktverbindung genügt

Der Vorverstärker des Interfaces bietet genug Reserve.

Budget der Kette (neu und gebraucht)
2026
Neupreis gesamt (UVP)

$538

Gebrauchtmarkt-Schätzung

$405

-25%
Mögliche Ersparnis gebraucht:~$133 (25%)
Kommentar des Toningenieurs

Klangliche und akustische Eigenschaften: Flacher, breiter Frequenzgang für saubere Musik und Sprache. Warmer, natürlicher Klang.

Technischer Hinweis: Kann anspruchsvolle Mikrofone wie das SM7B nativ antreiben.

Verkabelung und Anschlüsse

Input Chain (XLR / USB)
Stage 1: Input Source

Shure SM7B

Output Port:XLR / 1/4" TS
Stage 2: Intermediate Gear

Direct Cable Connection (No Intermediate Box)

1x Shielded Balanced XLR Cable (3-Pin XLR Male to XLR Female)

Phantom Power:+48V Ready
Stage 3: Interface / Host

Focusrite Scarlett Solo (Gen 4)

Host: Apple MacBook Pro (M1/M2/M3/M4)

Input Terminal:Combo XLR / 1/4" TRS
Die Werte stammen aus den Daten der gewählten Geräte.

Sicher — auf einer Annahme, und man sollte wissen, auf welcher.

DALI veröffentlicht für die Oberon-Serie 6 Ω nominal und nirgends ein Minimum. Der Katalog führt für diesen Lautsprecher deshalb keinen Einbruchswert statt eines geratenen. Die Rechnung braucht aber etwas, das sie den 4 Ω des Marantz gegenüberstellen kann, also setzt sie 80 % des Nennwerts ein — 4,8 Ω — und erklärt die Kombination erst darauf für sicher. Lesen Sie das als «nichts Veröffentlichtes spricht dagegen», nicht als «gemessen und in Ordnung». Drei Positionen dieses Katalogs stehen gleich da: Oberon 1, ELAC Debut 2.0 B6.2 und JBL Stage A130 — alle 6 Ω nominal, keine mit veröffentlichtem Minimum. Alle drei erhalten dieselben synthetischen 4,8 Ω.

Warum das hier zählt. Ein Nennwert ist ein Mittel über das Band; reale Zweiwegeboxen fallen rund um die Bassreflexabstimmung und die Trennfrequenz regelmäßig deutlich darunter. Bei den Katalogpositionen mit veröffentlichtem Minimum liegt der Abstand zwischen Nennwert und Minimum zwischen 2 Ω und 4,4 Ω. Verhält sich die Oberon 1 wie ihre Nachbarn, liegt ihr echtes Minimum unter den gerechneten 4,8 Ω und womöglich unter den 4 Ω des Receivers. Niemand außerhalb von DALI kann das sagen.

Pegel. Die Oberon 1 ist mit 86 dB bei 2,83 V / 1 m an 6 Ω angegeben, also 1,33 W; die Rechnung nutzt daher 84,75 dB pro Watt — der leiseste Lautsprecher dieser Serie. Mit den 50 W des Cinema 70s an 8 Ω ergeben sich auf 2,5 m 93,8 dB, 11,2 dB unter der Referenzspitze von 105 dB, bei 2 % Kabelverlust auf 16 AWG und einem Dämpfungsfaktor von 35. DALI nennt außerdem einen Maximalpegel von 106 dB auf 1 m — das Fenster zwischen hörbar und komprimierend ist also nicht großzügig.

Wissenswertes zum Receiver. Der Cinema 70s ist ein 110 mm flaches Gehäuse mit sieben Kanälen, und seine ehrliche Angabe lautet 50 W + 50 W an 8 Ω, 20 Hz–20 kHz, 0,08 % THD. Die 70 W der meisten Händlerlisten gelten für 6 Ω, 1 kHz und 0,7 % THD. Die bescheidene ehrliche Zahl folgt aus dem Gehäuse, nicht aus schwacher Auslegung — sie bedeutet aber, dass man wenig empfindliche Lautsprecher von diesem Receiver fernhalten sollte, und 84,75 dB pro Watt ist hier der niedrigste Wert. Ist der Raum größer als diese 2,5 m, gehört genau das als Erstes überdacht.