FiiO K11 mit dem Sennheiser HD 560S: das Problem ist zu viel, nicht zu wenig
12,5 dB über dem, was eine 110-dB-Spitze braucht — Faktor 4,2 in der Spannung: Der gesamte Hörbereich liegt im ersten Viertel des Lautstärkereglers. Am selben DAC steht der HD 600 bei −0,5 dB. Dreizehn Dezibel Unterschied, und gefragt wird immer nur nach einem der beiden.
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Aufnahme-Konfiguration
BESTANDEN: ausgewogene Signalkette
Benötigt mindestens +60dB saubere Verstärkung. Budget-Schnittstellen benötigen einen Inline-Vorverstärker.
Der Vorverstärker des Interfaces bietet genug Reserve.
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-25%Klangliche und akustische Eigenschaften: Flacher, breiter Frequenzgang für saubere Musik und Sprache. Warmer, natürlicher Klang.
Technischer Hinweis: Kann anspruchsvolle Mikrofone wie das SM7B nativ antreiben.
Verkabelung und Anschlüsse
Shure SM7B
Direct Cable Connection (No Intermediate Box)
1x Shielded Balanced XLR Cable (3-Pin XLR Male to XLR Female)
Focusrite Scarlett Solo (Gen 4)
Host: Apple MacBook Pro (M1/M2/M3/M4)
Ja, der K11 treibt den HD 560S. Er treibt ihn 12,5 dB stärker als nötig, und das ist ein Problem eigener Art.
Sennheiser gibt den HD 560S mit 110 dB/V und 120 Ω an. Eine Spitze von 110 dB verlangt damit exakt 1,000 V — 8,33 mW, 8,33 mA. Der K11 liefert nach seinen 1,2 Ω noch 4,223 V und erreicht 122,5 dB mit 12,5 dB Reserve. Zwölfeinhalb Dezibel sind ein Spannungsverhältnis von 4,2: Alles, was Sie je hören werden, spielt sich im ersten Viertel des Reglerwegs ab — dort, wo der Gleichlauffehler eines analogen Potentiometers am größten und der Grundrauschabstand des DAC am ungünstigsten ist.
Derselbe Kopfhörer an kleineren Quellen, und die Antwort ändert die Form:
| Quelle | Ausgang | Pegel | Reserve | Verhältnis | |---|---|---|---|---| | FiiO K11 | 4,24 V, 1,2 Ω | 122,5 dB | +12,5 dB | 100 | | Focusrite Vocaster One | 1,64 V, 5 Ω | 113,9 dB | +3,9 dB | 24 | | Focusrite Scarlett 2i2 4th Gen | 2,45 V, 50 Ω | 114,8 dB | +4,8 dB | 2,4 | | FiiO KA13 Dongle | 1,22 V, 1,7 Ω | 111,6 dB | +1,6 dB | 70,6 |
Am besten passt in dieser Tabelle der 25-Euro-Dongle. Das Interface mit der höchsten Spannung ist nicht die beste Paarung, und jenes mit der zweithöchsten — das 2i2 — ist das einzige, dessen Impedanzverhältnis unter die klassischen 8 rutscht.
Die Perle: 110 dB/V heißt 110 dB aus einem Volt, und das ist die sauberste Zahl in Kopfhörerdatenblättern. Eine Empfindlichkeit in dB/V braucht weder Impedanz noch Umrechnung noch Annahme: Die nötige Spannung für jeden Zielpegel ist 10^((Ziel − Empfindlichkeit)/20), und hier landet sie exakt auf 1,000 V. Eine Angabe in dB/mW kann das nicht — sie muss erst über die Impedanz umgerechnet werden, und in dieser Umrechnung stecken die meisten Rechenfehler zu diesem Thema. Wenn ein Hersteller dB/V angibt, glauben Sie ihm und sparen Sie sich die Algebra.
Übrigens steht am selben K11 der HD 600 bei −0,5 dB. Gleicher DAC, gleicher Abend, 13 dB zwischen zwei Sennheisern.