Grado SR80 am DragonFly Cobalt: das einzige Datenblatt, das die Skala in die Zeile schreibt
Grado druckt „SPL 1mW: 98“ — die Skala steht in der Zeile selbst. Damit ist der SR80 ein 112,20-dB/V-Hörer mit 0,776 V Bedarf, und die 2,1 V des Cobalt erreichen 118,6 dB. Liest man dieselbe 98 als dB/V, fehlen derselben Kette 5,6 dB.
Signalketten-Rechner
Geräte und Parameter wählen — Verstärkung, Impedanz und Pegel werden sofort berechnet.
Aufnahme-Konfiguration
BESTANDEN: ausgewogene Signalkette
Benötigt mindestens +60dB saubere Verstärkung. Budget-Schnittstellen benötigen einen Inline-Vorverstärker.
Der Vorverstärker des Interfaces bietet genug Reserve.
$538
$405
-25%Klangliche und akustische Eigenschaften: Flacher, breiter Frequenzgang für saubere Musik und Sprache. Warmer, natürlicher Klang.
Technischer Hinweis: Kann anspruchsvolle Mikrofone wie das SM7B nativ antreiben.
Verkabelung und Anschlüsse
Shure SM7B
Direct Cable Connection (No Intermediate Box)
1x Shielded Balanced XLR Cable (3-Pin XLR Male to XLR Female)
Focusrite Scarlett Solo (Gen 4)
Host: Apple MacBook Pro (M1/M2/M3/M4)
„SPL 1mW: 98“. Vier Zeichen Einheit, und sie sind 14,2 dB wert.
Grado ist der einzige Hersteller in diesem Katalog, der die Skala in die Spezifikationszeile selbst schreibt. Alle anderen drucken eine nackte Zahl und setzen Wissen voraus. Mit Einheit werden aus den 98 dB/mW des SR80 bei 38 Ohm 98 + 10·lg(1000/38) = 112,20 dB/V; eine Spitze von 110 dB verlangt also 0,776 V, 20,42 mA und 15,85 mW. AudioQuest beschreibt den DragonFly Cobalt mit „robust 2.1-volt output“, was den SR80 auf 118,6 dB SPL bringt — 8,6 dB Reserve, komfortabel.
Die Perle: Rechnen Sie die Mehrdeutigkeit aus. Nehmen Sie dieselbe 98 und lesen Sie sie als dB/V, wozu eine nackte Zahl einlädt. Der Bedarf springt von 0,776 V auf 3,981 V, und dieselbe Kette liest sich nun als 104,4 dB — 5,6 dB zu wenig, Urteil ZU LEISE. Physikalisch hat sich nichts geändert, nur eine Einheit. Diese Lücke ist der Grund, warum „offene Grados brauchen einen Verstärker“ und „Grados laufen an allem“ beide gängige Ratschläge sind: derselbe Kopfhörer, zwei Skalen. Die 14,2 dB zwischen 98 dB/mW und 98 dB/V bei 38 Ohm sind größer als der Unterschied zwischen den meisten Kopfhörern einer engeren Auswahl.
Was auf Quellenseite dünn ist. AudioQuest veröffentlicht für den Cobalt überhaupt keine Spezifikationstabelle — die 2,1 V sind ein Satz auf einer Produktseite, und eine Ausgangsimpedanz steht nirgends. Die 1/8-Regel will unter 4,75 Ohm bei 38 Ohm Last; ob der Cobalt das schafft, können wir nicht sagen, also sind die 118,6 dB oben ohne Teilerverlust gerechnet und das optimistische Ende. Ein offener dynamischer Kopfhörer ist genau der Fall, in dem eine hohe Ausgangsimpedanz als Bassverschiebung hörbar wird — eine echte Lücke, keine Formalie.
Eine praktische Falle. Der Cobalt ist ein USB-A-Stick, und das XPS 13 9350 hat nur USB-C-Ports; ohne Adapter existiert diese Kette physisch nicht. Und eine Dokumentationsfalte auf Kopfhörerseite: Grados eigene Shop-Seite führt dieses Modell als SR80 mit 20 Hz–20 kHz, was nicht zum SR80x-Datenblatt passt. Die Zahlen hier stammen von der zitierten Seite; steht auf Ihrer Schachtel SR80x, prüfen Sie deren eigenes Blatt.