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AUFNAHMEKETTE

Radial McBoost mit einem Sennheiser e 835: eine der drei Lastschaltungen liegt unter dem angegebenen Minimum des Mikrofons

Der McBoost bietet 600 Ω, 2,7 kΩ und 30 kΩ Eingangsimpedanz. Sennheiser gibt für das e 835 eine minimale Abschlussimpedanz von 1 kΩ an. Eine der drei Stellungen liegt außerhalb der Mikrofonspezifikation — und ob Phantomspeisung durchgereicht wird, sagt Radial wie zwei Mitbewerber nicht.

Signalketten-Rechner

Geräte und Parameter wählen — Verstärkung, Impedanz und Pegel werden sofort berechnet.

Aufnahme-Konfiguration

85 dB SPL

BESTANDEN: ausgewogene Signalkette

Benötigt mindestens +60dB saubere Verstärkung. Budget-Schnittstellen benötigen einen Inline-Vorverstärker.

Benötigte Verstärkung
+57 dBMaximum des Interfaces: +69 dB
Inline-Booster
Direktverbindung genügt

Der Vorverstärker des Interfaces bietet genug Reserve.

Budget der Kette (neu und gebraucht)
2026
Neupreis gesamt (UVP)

$538

Gebrauchtmarkt-Schätzung

$405

-25%
Mögliche Ersparnis gebraucht:~$133 (25%)
Kommentar des Toningenieurs

Klangliche und akustische Eigenschaften: Flacher, breiter Frequenzgang für saubere Musik und Sprache. Warmer, natürlicher Klang.

Technischer Hinweis: Kann anspruchsvolle Mikrofone wie das SM7B nativ antreiben.

Verkabelung und Anschlüsse

Input Chain (XLR / USB)
Stage 1: Input Source

Shure SM7B

Output Port:XLR / 1/4" TS
Stage 2: Intermediate Gear

Direct Cable Connection (No Intermediate Box)

1x Shielded Balanced XLR Cable (3-Pin XLR Male to XLR Female)

Phantom Power:+48V Ready
Stage 3: Interface / Host

Focusrite Scarlett Solo (Gen 4)

Host: Apple MacBook Pro (M1/M2/M3/M4)

Input Terminal:Combo XLR / 1/4" TRS
Die Werte stammen aus den Daten der gewählten Geräte.

Kurze Antwort: Die Kette funktioniert, die Pegelrechnung ist entspannt, und die interessante Entscheidung ist der Lastschalter — dort widersprechen sich die veröffentlichten Zahlen zweier Hersteller.

Die Zahlen. Bei 85 dB SPL legen die 2,7 mV/Pa des e 835 — umgerechnet −51,4 dBV/Pa−58,2 dBu auf das Kabel. Der Volt 4 klippt bei +9 dBu, für −18 dBFS sind also 49 dB nötig. Die +26 dB des McBoost lassen dem Volt-4-Vorverstärker 23 dB von 55. Am iPad mini zieht der Volt 4 6,2 W von 7,5 W — es passt, ist aber die knappste Busleistungsreserve dieser Serie; für lange Sessions ist ein Hub mit eigenem Netzteil die sichere Wahl.

Der bemerkenswerte Widerspruch. Radial gibt die Eingangsimpedanz des McBoost mit 600Ω / 2.7kΩ / 30kΩ an — das ist die Last, die Ihr Mikrofon sieht. Sennheisers e-835-Datenblatt nennt Nominal impedance (at 1 kHz) 350 Ω und direkt in der nächsten Zeile Min. terminating impedance 1 kΩ. Die 600-Ω-Stellung des McBoost liegt damit unter der Mindestlast, die der Mikrofonhersteller selbst angibt. Kaputt geht nichts; ein dynamisches Mikrofon an zu niedriger Last verliert Pegel und bei den meisten Tauchspulkonstruktionen etwas Bass und Dämpfung. Aber es ist ein dokumentierter Widerspruch zweier veröffentlichter Zahlen — sichtbar nur, wenn man beide Blätter liest.

Der unveröffentlichte Teil. Radials Datenseite listet Phantom Power - 48V und schweigt dazu, ob diese Speisung zum Mikrofon am Eingang weitergeht. Klark Teknik und Soyuz schweigen genauso. Beim dynamischen e 835 ist das gleichgültig. Mit einem Kondensator dort beantwortet kein existierendes Datenblatt die Frage.

Die Perle. Die Zeile „min. terminating impedance“ ist die meistignorierte Angabe auf dem Datenblatt eines dynamischen Mikrofons — und genau sie entscheidet, ob ein lastschaltender Booster hilft oder schadet. Sennheiser und sE Electronics drucken sie; Shure und Elgato drucken nur die Ausgangsimpedanz des Mikrofons, die über die zulässige Last nichts sagt. Deshalb lässt sich die 600-Ω-Stellung gegen ein e 835 und ein X1 S prüfen, gegen ein SM58 oder ein Wave DX überhaupt nicht.

Zu tun: e 835 → McBoost → Mikrofoneingang des Volt 4, +48 V an, Interface-Gain um 23 dB. Als Standard die 2,7-kΩ-Stellung; 600 Ω als bewussten Klangeingriff außerhalb der Sennheiser-Angaben behandeln, nicht als neutrale Einstellung.