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WIEDERGABEKETTE

Empfindlichkeit des Razer Kraken (2019): 109 dB pro Volt oder pro Milliwatt? Am FiiO KA13 entscheidet das alles

Razer druckt «Sensitivity (@1 kHz): 109dB» ohne Bezug. Pro Volt kommt ein FiiO KA13 mit 0,3 dB Reserve an — es spielt, mehr nicht. Pro Milliwatt hat derselbe Dongle 15,2 dB. Razer nennt die Einheit auf anderen Datenblättern, und daran entscheidet sich die Frage.

Geräte dieses Setups:fiio-ka13google-pixel-10

Signalketten-Rechner

Geräte und Parameter wählen — Verstärkung, Impedanz und Pegel werden sofort berechnet.

Aufnahme-Konfiguration

85 dB SPL

BESTANDEN: ausgewogene Signalkette

Benötigt mindestens +60dB saubere Verstärkung. Budget-Schnittstellen benötigen einen Inline-Vorverstärker.

Benötigte Verstärkung
+57 dBMaximum des Interfaces: +69 dB
Inline-Booster
Direktverbindung genügt

Der Vorverstärker des Interfaces bietet genug Reserve.

Budget der Kette (neu und gebraucht)
2026
Neupreis gesamt (UVP)

$538

Gebrauchtmarkt-Schätzung

$405

-25%
Mögliche Ersparnis gebraucht:~$133 (25%)
Kommentar des Toningenieurs

Klangliche und akustische Eigenschaften: Flacher, breiter Frequenzgang für saubere Musik und Sprache. Warmer, natürlicher Klang.

Technischer Hinweis: Kann anspruchsvolle Mikrofone wie das SM7B nativ antreiben.

Verkabelung und Anschlüsse

Input Chain (XLR / USB)
Stage 1: Input Source

Shure SM7B

Output Port:XLR / 1/4" TS
Stage 2: Intermediate Gear

Direct Cable Connection (No Intermediate Box)

1x Shielded Balanced XLR Cable (3-Pin XLR Male to XLR Female)

Phantom Power:+48V Ready
Stage 3: Interface / Host

Focusrite Scarlett Solo (Gen 4)

Host: Apple MacBook Pro (M1/M2/M3/M4)

Input Terminal:Combo XLR / 1/4" TRS
Die Werte stammen aus den Daten der gewählten Geräte.

An diesem Dongle ist die fehlende Einheit der Unterschied zwischen «es spielt, ohne jede Reserve» und «es spielt mit 15 dB Luft». Gleiches Headset, gleicher Dongle, gleiches 110-dB-Ziel.

Razers Supportseite zum Kraken (2019) druckt vollständig: «Impedance: 32 Ω @ 1 kHz» und «Sensitivity (@1 kHz): 109dB». Ein Schalldruckpegel in Dezibel bedeutet nichts, solange der Bezug fehlt — ein Milliwatt im Treiber oder ein Volt an ihm.

Pro Volt gelesen — so speichern wir es. 109 dB/V verlangen 10^((110−109)/20) = 1,122 V für eine 110-dB-Spitze, bei 32 Ω also 35,06 mA und 39,34 mW. Der FiiO KA13 nennt 1,22 V und unter 1,7 Ω Ausgangsimpedanz; der Teiler lässt 1,158 V am Headset. Ergebnis: 110,3 dB SPL, +0,3 dB Reserve, Urteil «reicht, ohne Reserve». Dämpfungsverhältnis 18,8, die Tonalität ist sicher — auf der Kippe steht der Pegel.

Pro Milliwatt gelesen. S_V = 109 + 10·lg(1000/32) = 123,95 dB/V. Dieselbe Spitze verlangt nun 0,201 V, 6,27 mA und 1,26 mW. Der KA13 erreicht 125,2 dB SPL, +15,2 dB, Urteil komfortabel. Der Abstand beträgt exakt 10·lg(1000/32) = 14,95 dB, und die nötige Quellenspannung unterscheidet sich um den Faktor 5,6.

Wie man erkennt, was Razer meinte. Razer nennt die Einheit dort, wo es will. Das BlackShark-V2-Blatt sagt «100 dB SPL/mW, 1 kHz», das Kaira X «96 dBSPL/mW», das Barracuda X «96 dBSPL/mW@1 kHz by HATS». Wären die 109 des Kraken ebenfalls pro Milliwatt, wäre dieses gewöhnliche 50-mm-Headset 9 dB effizienter als Razers eigenes Esport-Flaggschiff — eine Behauptung, die Razer laut aufgestellt hätte und nicht aufstellt. Pro Volt sind 109 dB/V bei 32 Ω gleich 94,05 dB/mW, genau dort, wo die beschrifteten Razer-Modelle liegen. Diese Lesart speichern wir.

Die Perle: die Kraken-Pro-V2-Seite derselben Supportsite druckt 118 dB — ebenfalls ohne Einheit. Am selben KA13 landet das Pro V2 bei +9,3 dB, das Kraken 2019 bei +0,3 dB: 9 dB Abstand innerhalb einer Produktlinie, und keine der Zahlen sagt, worauf sie sich bezieht. Was Razer auch meinte, es meinte auf beiden Seiten dasselbe — die Rangfolge überlebt die Mehrdeutigkeit, das Urteil nicht. Das ist die Lehre: eine unbeschriftete Zahl taugt noch zum Vergleich zweier Produkte einer Marke und nie zum Vergleich über Marken hinweg.