Rode PodMic USB: USB oder XLR — welcher Weg ist lauter, und was wissen wir wirklich?
Ein Mikrofon, zwei Ketten, zwei Zahlenreihen — und nur eine stammt aus einem Datenblatt. Über XLR verlangt das PodMic USB von einem Scarlett 2i2 4th Gen 62 dB; über USB steckt die Verstärkung im Mikrofon, und Rode nennt sie nie, also setzt die Seite einen Wert ein und sagt es dazu.
Signalketten-Rechner
Geräte und Parameter wählen — Verstärkung, Impedanz und Pegel werden sofort berechnet.
Aufnahme-Konfiguration
BESTANDEN: ausgewogene Signalkette
Benötigt mindestens +60dB saubere Verstärkung. Budget-Schnittstellen benötigen einen Inline-Vorverstärker.
Der Vorverstärker des Interfaces bietet genug Reserve.
$538
$405
-25%Klangliche und akustische Eigenschaften: Flacher, breiter Frequenzgang für saubere Musik und Sprache. Warmer, natürlicher Klang.
Technischer Hinweis: Kann anspruchsvolle Mikrofone wie das SM7B nativ antreiben.
Verkabelung und Anschlüsse
Shure SM7B
Direct Cable Connection (No Intermediate Box)
1x Shielded Balanced XLR Cable (3-Pin XLR Male to XLR Female)
Focusrite Scarlett Solo (Gen 4)
Host: Apple MacBook Pro (M1/M2/M3/M4)
Beide Wege funktionieren. Nachprüfen lässt sich nur einer.
Die XLR-Seite, mit Zahlen. Das PodMic USB ist mit −57 dBV/Pa angegeben — 2 dB lauter als ein SM7B, 1 dB leiser als ein SM57. Bei 85 dB SPL sind das −63,78 dBu, also braucht ein Scarlett 2i2 4th Gen (übersteuert bei 16 dBu, 69 dB Verstärkung) 62 dB und hat 7 übrig; ein Scarlett Solo 4th Gen (14 dBu) braucht 60 und hat 9. In beiden Fällen ohne Booster.
Die USB-Seite, ehrlich. Direkt am iPad arbeiten der eigene Wandler und der eigene Vorverstärker des Mikrofons, und Rode nennt für sie keine Verstärkung. Die Seite setzt daher 36 dB an — ein typischer Wert, kein Datenblattwert — und setzt das Kennzeichen angenommene Verstärkung. Genau darum geht es: eine Zahl, die niemand veröffentlicht hat, ist keine Zahl, mit der man eine Kette plant.
Was Rode sehr wohl veröffentlicht. Zwei Eigenrauschwerte für dasselbe Mikrofon: 26 dB-A am Analogausgang, 19 dB-A über USB. Die 7 dB dazwischen sind das Maß dafür, was der interne Vorverstärker gegenüber einem billigen externen einspart — das stärkste Argument für die USB-Seite, das in den Daten steht.
Die Perle. Die XLR-Ausgangsimpedanz beträgt 460 Ω. Für eine Tauchspule ist das viel — die meisten Broadcast-Dynamiker liegen bei 150 Ω — und der Vorverstärker sollte mindestens 3 kΩ Eingangsimpedanz haben, was in diesem Katalog jedes Interface erfüllt. Dieselben 460 Ω sind aber auch der Grund, warum der Analogweg der lautere Rauschweg ist: über USB verlässt die Kapsel das Mikrofon nie, also fallen Kabel, Stecker und Interface-Vorverstärker auf einen Schlag aus dem Rauschbudget.