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AUFNAHMEKETTE

Shure SM7B und MOTU M2: wie viel Gain hat der M2 wirklich?

MOTU nennt für diesen Vorverstärker −129 dBu EIN und keinerlei Verstärkungsbereich. Sprache verlangt vom SM7B 58 dB. Was sich daraus ehrlich schließen lässt — und was nicht.

Signalketten-Rechner

Geräte und Parameter wählen — Verstärkung, Impedanz und Pegel werden sofort berechnet.

Aufnahme-Konfiguration

85 dB SPL

BESTANDEN: ausgewogene Signalkette

Benötigt mindestens +60dB saubere Verstärkung. Budget-Schnittstellen benötigen einen Inline-Vorverstärker.

Benötigte Verstärkung
+57 dBMaximum des Interfaces: +69 dB
Inline-Booster
Direktverbindung genügt

Der Vorverstärker des Interfaces bietet genug Reserve.

Budget der Kette (neu und gebraucht)
2026
Neupreis gesamt (UVP)

$538

Gebrauchtmarkt-Schätzung

$405

-25%
Mögliche Ersparnis gebraucht:~$133 (25%)
Kommentar des Toningenieurs

Klangliche und akustische Eigenschaften: Flacher, breiter Frequenzgang für saubere Musik und Sprache. Warmer, natürlicher Klang.

Technischer Hinweis: Kann anspruchsvolle Mikrofone wie das SM7B nativ antreiben.

Verkabelung und Anschlüsse

Input Chain (XLR / USB)
Stage 1: Input Source

Shure SM7B

Output Port:XLR / 1/4" TS
Stage 2: Intermediate Gear

Direct Cable Connection (No Intermediate Box)

1x Shielded Balanced XLR Cable (3-Pin XLR Male to XLR Female)

Phantom Power:+48V Ready
Stage 3: Interface / Host

Focusrite Scarlett Solo (Gen 4)

Host: Apple MacBook Pro (M1/M2/M3/M4)

Input Terminal:Combo XLR / 1/4" TRS
Die Werte stammen aus den Daten der gewählten Geräte.

Kurz: außerhalb von MOTU weiß es niemand, denn MOTU veröffentlicht die Zahl nicht — und erfunden wird sie hier nicht.

Bekannt ist: Bei 85 dB SPL aus einer Handbreit liefert das SM7B rund −65,8 dBu. Der Wandler des M2 clippt bei +10 dBu, für −18 dBFS braucht es also 58 dB Vorverstärkung. Unbekannt ist, wie weit der Regler des M2 reicht. Das Datenblatt nennt −129 dBu EIN, +10 dBu maximalen Eingangspegel, 192 kHz, 3,27 V Kopfhörerausgang — und keinen Verstärkungsbereich. Der Rechner auf dieser Seite setzt deshalb angenommene 50 dB ein und markiert das Ergebnis als Annahme. Diese Markierung ist die Antwort: eine Annahme, keine Messung.

Wer den M2 bereits hat, klärt es in zwei Minuten. Normal laut und im gewohnten Abstand sprechen, Gain voll aufdrehen, Aussteuerung ablesen. Liegen die Spitzen bei −18 dBFS, reicht die Verstärkung. Liegen sie bei −26, fehlen 8 dB, und ein Inline-Booster löst das.

Der wesentliche Punkt: EIN ist keine Verstärkung, wird aber so zitiert. Das Äquivalente Eingangsrauschen wird bei maximalem Gain mit 150 Ω am Eingang gemessen; es sagt, wie leise der Vorverstärker im härtesten Betrieb ist, nicht wie weit er reicht. Ein Interface kann klassenbestes EIN haben und an einem Broadcast-Dynamiker trotzdem am Anschlag stehen. Wer die Rauschzahl druckt und die Verstärkungszahl weglässt, wollte Letztere nicht gedruckt sehen.