Shure SM7B und MOTU M2: wie viel Gain hat der M2 wirklich?
MOTU nennt für diesen Vorverstärker −129 dBu EIN und keinerlei Verstärkungsbereich. Sprache verlangt vom SM7B 58 dB. Was sich daraus ehrlich schließen lässt — und was nicht.
Signalketten-Rechner
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Aufnahme-Konfiguration
BESTANDEN: ausgewogene Signalkette
Benötigt mindestens +60dB saubere Verstärkung. Budget-Schnittstellen benötigen einen Inline-Vorverstärker.
Der Vorverstärker des Interfaces bietet genug Reserve.
$538
$405
-25%Klangliche und akustische Eigenschaften: Flacher, breiter Frequenzgang für saubere Musik und Sprache. Warmer, natürlicher Klang.
Technischer Hinweis: Kann anspruchsvolle Mikrofone wie das SM7B nativ antreiben.
Verkabelung und Anschlüsse
Shure SM7B
Direct Cable Connection (No Intermediate Box)
1x Shielded Balanced XLR Cable (3-Pin XLR Male to XLR Female)
Focusrite Scarlett Solo (Gen 4)
Host: Apple MacBook Pro (M1/M2/M3/M4)
Kurz: außerhalb von MOTU weiß es niemand, denn MOTU veröffentlicht die Zahl nicht — und erfunden wird sie hier nicht.
Bekannt ist: Bei 85 dB SPL aus einer Handbreit liefert das SM7B rund −65,8 dBu. Der Wandler des M2 clippt bei +10 dBu, für −18 dBFS braucht es also 58 dB Vorverstärkung. Unbekannt ist, wie weit der Regler des M2 reicht. Das Datenblatt nennt −129 dBu EIN, +10 dBu maximalen Eingangspegel, 192 kHz, 3,27 V Kopfhörerausgang — und keinen Verstärkungsbereich. Der Rechner auf dieser Seite setzt deshalb angenommene 50 dB ein und markiert das Ergebnis als Annahme. Diese Markierung ist die Antwort: eine Annahme, keine Messung.
Wer den M2 bereits hat, klärt es in zwei Minuten. Normal laut und im gewohnten Abstand sprechen, Gain voll aufdrehen, Aussteuerung ablesen. Liegen die Spitzen bei −18 dBFS, reicht die Verstärkung. Liegen sie bei −26, fehlen 8 dB, und ein Inline-Booster löst das.
Der wesentliche Punkt: EIN ist keine Verstärkung, wird aber so zitiert. Das Äquivalente Eingangsrauschen wird bei maximalem Gain mit 150 Ω am Eingang gemessen; es sagt, wie leise der Vorverstärker im härtesten Betrieb ist, nicht wie weit er reicht. Ein Interface kann klassenbestes EIN haben und an einem Broadcast-Dynamiker trotzdem am Anschlag stehen. Wer die Rauschzahl druckt und die Verstärkungszahl weglässt, wollte Letztere nicht gedruckt sehen.