Shure SM7dB + Scarlett 2i2 4th Gen: welche Schalterstellung?
Shure veröffentlicht drei Empfindlichkeiten für ein Mikrofon: −59, −41 und −31 dBV. Am 2i2 4th Gen sind das 5, 23 und 33 dB Reserve — und die beiden lauten Stellungen existieren nur bei eingeschalteter Phantomspeisung. Ein dynamisches Mikrofon, das ohne 48 V aufhört, es selbst zu sein.
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Aufnahme-Konfiguration
BESTANDEN: ausgewogene Signalkette
Benötigt mindestens +60dB saubere Verstärkung. Budget-Schnittstellen benötigen einen Inline-Vorverstärker.
Der Vorverstärker des Interfaces bietet genug Reserve.
$538
$405
-25%Klangliche und akustische Eigenschaften: Flacher, breiter Frequenzgang für saubere Musik und Sprache. Warmer, natürlicher Klang.
Technischer Hinweis: Kann anspruchsvolle Mikrofone wie das SM7B nativ antreiben.
Verkabelung und Anschlüsse
Shure SM7B
Direct Cable Connection (No Intermediate Box)
1x Shielded Balanced XLR Cable (3-Pin XLR Male to XLR Female)
Focusrite Scarlett Solo (Gen 4)
Host: Apple MacBook Pro (M1/M2/M3/M4)
Alle drei Stellungen funktionieren an dieser Karte. Die Frage ist, in welcher Sie sich tatsächlich befinden — und das entscheidet der Phantomspeisungsschalter, nicht der Gain-Schalter.
Das SM7dB ist ein SM7B mit eingebautem Shure-Vorverstärker, und Shure gibt für jede Stellung eine eigene Empfindlichkeit an: −59,00 dBV/Pa im Bypass, −41,00 mit +18 dB, −31,00 mit +28 dB. Der Katalog speichert den Bypass-Wert, denn so existiert das Mikrofon, wenn es nichts speist. Alle drei durch die Kette bei 85 dB SPL, gegen eine Karte mit +16 dBu Übersteuerungspunkt und 69 dB Verstärkung:
| Stellung | Angegebene Empfindlichkeit | Bedarf | Karte hat | Reserve | |---|---|---|---|---| | Bypass | −59 dBV | 64 dB | 69 dB | 5 dB | | +18 dB | −41 dBV | 46 dB | 69 dB | 23 dB | | +28 dB | −31 dBV | 36 dB | 69 dB | 33 dB |
Bei leiser Sprache mit 75 dB SPL trennt sich das Bild endlich: Im Bypass sind 74 dB nötig und der Karte fehlen 5 dB, mit +18 dB sind es 56 und 13 dB bleiben übrig. Dafür ist der eingebaute Vorverstärker da — nicht für den lauten Fall, den das 2i2 ohnehin abdeckt, sondern für den leisen, den es nicht abdeckt.
Die Perle: Dieses dynamische Mikrofon braucht +48 V. Der interne Vorverstärker wird phantomgespeist, die Dezibel im Modellnamen erscheinen also erst, wenn das Interface 48 V liefert. Auf einer toten Phantomschiene ist das SM7dB ein gewöhnliches SM7B mit −59 dBV — und wer es gerade gekauft hat, um sich nicht mehr um Verstärkung zu kümmern, steht ohne jede Anzeige wieder vor dem Ausgangsproblem. Thomann druckt den Hinweis wörtlich auf die Set-Seite: «das Mikrofon benötigt zum Betrieb des integrierten Vorverstärkers +48 V Phantomspannung».
Eine zweite, selten genannte Folge desselben Schalters: Auch der Ausgangswiderstand wandert — 150 Ω im Bypass, 27 Ω mit Vorverstärker. Mit eingeschaltetem Vorverstärker ist das Mikrofon bei langen Kabelwegen deutlich unempfindlicher.
Und die Rechnung zu einem häufigen Kauf: Ein Cloudlifter CL-1 vor einem SM7dB in Stellung +28 dB lässt die Kette 11 dB brauchen, während 69 dB bereitstehen — 58 dB Verstärkung ohne Verwendung. Zwei Booster hintereinander sind einer zu viel.