Koss GMR-540-A-ISO und GMR-545-A-AIR nennen dieselben 15–22 000 Hz — geschlossen wie offen
Jede Angabe der geschlossenen ISO-Seite deckt sich mit der offenen AIR-Seite: 35 Ω, «Sensitivity: 103 dB SPL» ohne Einheit, 15–22 000 Hz. An einem PreSonus Studio 24c ergibt die Milliwatt-Lesart +11,7 dB, die Volt-Lesart −2,8. Auf der eigenen Porta-Pro-Seite schreibt Koss «/1mW».
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Verkabelung und Anschlüsse
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1x Shielded Balanced XLR Cable (3-Pin XLR Male to XLR Female)
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Eine offene und eine geschlossene Bauform können im Bass nicht denselben Frequenzgang messen. Koss veröffentlicht 15–22 000 Hz für beide — also beschreibt mindestens eines dieser Blätter den Treiber und nicht den Kopfhörer, den man kauft.
Die GMR-540-A-ISO-Seite druckt «Impedance: 35 Ohms», «Sensitivity: 103 dB SPL» und «Frequency Response: 15-22,000 Hz». Die Seite des offenen GMR-545-A-AIR druckt dieselben drei. PreSonus nennt für das Studio 24c «47 mW/Channel @56 Ohm», also 1,62 V, und überhaupt keine Ausgangsimpedanz.
Pro Milliwatt gelesen — so speichern wir es. S_V = 103 + 10·lg(1000/35) = 117,56 dB/V. Eine 110-dB-Spitze verlangt 0,419 V, 11,97 mA und 5,01 mW. Das Studio 24c erreicht 121,7 dB SPL, +11,7 dB, Urteil komfortabel — mit dem Vorbehalt, dass PreSonus keine Ausgangsimpedanz nennt, das Dämpfungsverhältnis also unbekannt und dieser Pegel eine obere Schranke ist.
Pro Volt gelesen. Die Spitze verlangte 2,239 V, 63,96 mA und 143,2 mW, und dasselbe Interface ergäbe 107,2 dB SPL, −2,8 dB, zu leise. Das fehlende «/1mW» ist hier 14,6 dB wert — und an dieser Quelle auch das Urteil. Am FiiO K11 (4,24 V) bestehen beide Lesarten, +19,8 dB und +5,3 dB; ob die Mehrdeutigkeit überhaupt zählt, entscheidet also die Quelle, nicht der Hörer.
Wie man urteilt. Auf den eigenen Porta-Pro- und KSC75-Seiten schreibt Koss «101 dB SPL/1mW» und lässt das «/1mW» hier und beim KPH30i weg. Die Hauskonvention ist andernorts ausgeschrieben, also lesen wir pro Milliwatt. Sonst ergäbe sich ein Treiber mit 88,4 dB/mW — unglaubwürdig taub für ein 35-Ω-Gaming-Headset und unvereinbar mit allem anderen, was Koss veröffentlicht. Zur Gegenprobe: der KPH30i (60 Ω, 101 dB/mW) ergibt am selben Interface +7,4 dB, genau dort, wo ein 60-Ω-On-Ear liegen sollte.
Die Perle: verräterisch ist nicht die Empfindlichkeit, sondern der Frequenzgang. Empfindlichkeit und Impedanz dürfen zwei Produkte mit demselben Wandler legitim teilen. Einen Frequenzgang nicht: eine offene Rückseite entlastet die Membran und beschneidet den Bass, eine geschlossene Kammer lädt sie und verlängert ihn. Identische 15–22 000 Hz sind also ein Treiberdatum, auf zwei Produktseiten kopiert — und daraus folgt der ehrliche Gebrauch der ganzen Tabelle: gut genug, um eine Quelle zu dimensionieren, unbrauchbar, um zwischen den beiden Modellen zu wählen. An diesem Interface antworten beide +11,7 dB, und sie müssen es.