Razer Barracuda X gegen beyerdynamic bei denselben 96 dB: «by HATS» heißt, es wurde anders gemessen
«Sensitivity: 96dBSPL/mW@1 kHz by HATS» — Razer nennt den Messaufbau, was fast niemand tut. Am Qudelix 5K erreicht das Barracuda X 117,0 dB SPL, +7,0 dB. Die ±3 dB des Aufbaus verschieben das auf +4,0 oder +10,0, die falsche Einheit kostet 15.
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Drei Hörer dieses Katalogs nennen 96 dB. Einer sagt, worauf gemessen wurde, einer sagt nichts, einer deckt mit einer Zahl drei Impedanzen ab. Nur der erste ist ehrlich genug, um unvergleichbar zu sein.
Razers Seite zum Barracuda X druckt «Impedance: 32 Ω @ 1 kHz» und «Sensitivity: 96dBSPL/mW@1 kHz by HATS». HATS ist ein Kopf-und-Torso-Simulator: ein Kunstkopf mit Ohrmuscheln und Gehörgängen. Die meisten Datenblätter verwenden stattdessen einen Flachplatten- oder IEC-60318-1-Koppler. Die Aufbauten unterscheiden sich um mehrere Dezibel, in einer Richtung, die von der Abdichtung abhängt.
Wie veröffentlicht. 96 dB/mW bei 32 Ω ergeben S_V = 96 + 10·lg(1000/32) = 110,95 dB/V. Eine 110-dB-Spitze verlangt 0,897 V, 28,02 mA und 25,12 mW. Der Qudelix 5K nennt 2 V am 3,5-mm-Ausgang, die Kette erreicht also 117,0 dB SPL, +7,0 dB, Urteil komfortabel. Qudelix veröffentlicht keine Ausgangsimpedanz, das Dämpfungsverhältnis bleibt unbekannt und 117,0 dB sind eine obere Schranke.
Mit der Unsicherheit des Aufbaus. Nimmt man dieselben 96 dB mit ±3 dB Kopplerdifferenz, wird daraus 114,0 dB (+4,0) am pessimistischen und 120,0 dB (+10,0) am optimistischen Ende. Liest man die Einheit falsch — 96 als Dezibel pro Volt —, verlangt die Spitze 5,012 V, 156,62 mA und 784,96 mW; der Qudelix landete bei 102,0 dB SPL, −8,0 dB, zu leise. Der Aufbau kostet ±3 dB. Die Einheit kostet 15.
Wie man urteilt. Razers Zahl ist die des Herstellers und nennt ihre Bedingungen, was die Alternativen nicht tun. Der richtige Schluss ist nicht, sie zu verwerfen, sondern den Vergleich zu verweigern: am selben Qudelix ergibt beyerdynamics MMX 300 PRO — 48 Ω, «Nominal sound pressure level: 96 dB», ohne Einheit und ohne Aufbau — 115,2 dB SPL, +5,2 dB, und das DT 770 PRO 32, ebenfalls 96 dB, landet bei 117,0 dB, genau wie das Barracuda. Diese Zahlen sehen aus wie eine Rangfolge. Sie sind keine: es sind drei verschiedene Labore.
Die Perle: gerade die Nennung des Aufbaus macht die Zahl unvergleichbar — und das spricht für Razer. Ein Blatt mit «96 dB» und sonst nichts lädt dazu ein, es neben jedes andere 96 dB zu stellen. Ein Blatt mit «by HATS» sagt, dass die Tabelle ungültig ist. Das Barracuda X von 2022 trägt dieselbe Zeile — 32 Ω, 96 dB SPL/mW by HATS —, während die Treiberbeschreibung von «Razer TriForce 40 mm» zu «Customized Dynamic 40 mm» wechselt: eine Messung, zwei Generationen, und nichts in den Zahlen unterscheidet sie.